JESUS MOHAMMED GEHT BADEN (UA)

von Marcel Krohn

Clingenburg Festspiele

Möööp Theater Frankfurt

Mit Franziska Lißmeier, Marcus Abdel-Messih

Regie Thomas Klischke
Bühne Thomas Klischke
Kostüme Thomas Klischke
Klavieraufnahmen Henrik Böhl
Dramaturgie Marcel Krohn

Trailer Sophie Linnenbaum

Fotos © Harald Teubel

Sommer 2016. Deutschland im Würgegriff des Wetters. Zwischen Brexit, AfD Protesten und EM-Fieber spaziert der 21-jährige Isa Mohammed durch den Stadtpark. Er versucht seine Familie in Syrien zu erreichen. Sein Asylverfahren läuft und in die Sorge um seine eigene Zukunft mischt sich die Ungewissheit um das Wohlergehen seines dreijährigen Sohnes, der in Damaskus bleiben musste. Als er von Passanten mit rassistischen Bemerkungen beleidigt wird, kommt ihm Tine, ein junges Mädchen, das von Zuhause abgehauen und seine Ausbildung hingeschmissen hat, zu Hilfe. Die beiden verbringen zusammen einen Tag im Park ... Tine dachte genau zu wissen, wie arabische Männer ticken und erlebt mit Jesus Mohammed ihr blaues Wunder.

 

Das Schicksal des jungen Jesus Mohammed steht für viele Flüchtlinge – und dennoch ist es einzigartig, weil jeder Mensch einzigartig ist. Denn was einige immer wieder vergessen: Es gibt die Araber oder die Muslims eben so wenig wie es die Christen oder die Deutschen gibt.

Clingenburg Festspiele

Möööp Theater Frankfurt

Premiere 30. Juni 2016

Kaleidoskop Kinder- und Jugendtheaterfestival 2017

 

"Suche nach dem Land ohne Grenzen", 2.7.2016, Main-Echo, Sylvia Breck

"Was das Zweipersonenstück so fesselnd macht, ist die Unverfälschtheit, mit der die Schauspieler schwindelerregend schnell und glaubwürdig in verschiedene Rollen schlüpfen - vom traumatisierten Kriegsflüchtling zum Schlagstock schwingenden Demonstranten, vom Suren zitierenden Moslem zum vergewaltigenden Nazi. Sie sind beides: Täter und Opfer zugleich."

 

"Regisseur Thomas Klischke verzichtet dennoch auf einen intellektualisierenden, politisierenden Umgang mit der Thematik. Stattdessen lässt Klischke seine Darsteller eine fast spielerisch- naive Leichtigkeit, sogar Fröhlichkeit entfalten (...)"


"Geschickt spielt der Regisseur mit Karikatur und Ernsthaftigkeit, der Zuschauer schwankt zuweilen zwischen Lachen und Weinen."

 

Main-Echo